Allergien
Allergie: griechisch "all ergos" bedeutet soviel wie "gegen alles"
Was ist nun eine Allergie- Krankheit oder Symptom? Ich würde sagen ein Symptom, im Sinne einer Übereaktion.
Wesentlich ist hierbei in erster Linie das Immunsystem- welches überreagiert - leider auch auf ganz alltägliche Dinge, wie Pollen, Blütenstaub, Tierhaare und Lebensmittel etc.
Was ist denn nun unser Immunsystem?
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Unser Immunsystem ist ein Abwehrsystem, das unseren Körper vor schädlichen Einflüssen, die von außen ständig auf ihn einwirken, schützt.
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Das Immunsystem besteht aus vielen Millionen Immunzellen und ist in allen Organen, im Blut und im Lymphsystem ständig aktiv. Bakterien, Viren, Parasiten, Giftstoffe und Pilze müssen abgewehrt und unschädlich gemacht werden. Auf Verletzungen muss schnell reagiert werden. Bei jeder Abwehraktion gehen Millionen von Immunzellen zugrunde und es werden sofort wieder neue gebildet.
Dabei funktioniert unser Immunsystem auf zweierlei Weise: in der spezifischen - also gezielten Abwehr - und der unspezifischen - also ungezielten Abwehr.
Die spezifische Abwehr müssen wir uns im Laufe unseres Lebens erst erwerben. Sie richtet sich gegen die Erreger, die unser Organismus bereits kennen gelernt hat. Beim Erstkontakt mit einer fremden Substanz, die der Körper als gefährlich oder schädlich identifiziert, wird eine spezifische Immunreaktion ausgelöst und damit der Eindringling unschädlich gemacht. Unser Immunsystem speichert diese Vorgänge wie auf der Festplatte eines Computers eine Sicherungsdatei gespeichert wird und baut dabei ein immunologisches Gedächtnis auf.
Die unspezifische Abwehr ist unsere angeborene Abwehr und geht zunächst nicht gezielt vor, sondern "bekämpft" alles und jeden. Sie tritt immer dann auf den Plan, wenn der Körper bei einem vermeintlichen oder realen "Angriff" unbekannter "Eindringlinge oder Substanzen" reagieren muss und für diesen "Ernstfall" noch keinen richtigen Plan oder Konzept hat.
An beiden Abwehrformen sind sowohl zelluläre als auch humorale (das heißt in den Körperflüssigkeiten vorkommende) Faktoren mit beteiligt. Unser Immunsystem ist aber lernfähig und trainierbar und entwickelt sich unser ganzes Leben lang weiter.
Beide Abwehrsysteme, das spezifische und das unspezifische, sind eng miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig in ihrer Funktion.
Wo treffen fremde Einflüsse am ehesten auf unseren Körper und somit auf unser Immunsystem? Auf der Haut bzw. Schleimhaut, an den Atemwegen und mit der Nahrungsaufnahme und Verdauung im Magen-Darm-Trakt. Hier ist somit unser Immunsystem am meisten gefordert.
Unser Darm spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle - mit seiner ca. 400 m² großen Schleimhaut-fläche! Über 80 Prozent unseres Immunsystems sind im Darm, genauer gesagt im Dünndarm, angesiedelt. Auch befindet sich hier, speziell in den Peyer Plaques, das Trainingslager für die Lymphozyten (das sind zelluläre Bestandteile des Blutes die zu den weissen Blutkörperchen gehören).
Bei der Fülle und Vielfalt der Lebensmittel und Stoffe, die wir jeden Tag mit der Nahrung zu uns nehmen, ist die Auseinandersetzung hiermit eine der schwierigsten und umfangreichsten Aufgaben, die unser Abwehrsystem im Darm zu leisten hat. Jede Störung im Darm schwächt damit auch unser Immunsystem.
Wesentlich kleiner ist dagegen mit einer Fläche von ca. 80-90m² die Schleimhautoberfläche des Atemwegsystems. Es schützt die Atemwege und Bronchien vor Keimen und Eindringlingen, die wir mit der Luft einatmen. Dies beginnt bereits in der Schleimhaut von Mund- und Rachenraum, wo eine große Anzahl verschiedener Abwehr-mechanismen bereit stehen um Krankheitserreger, Umweltgifte oder andere Fremdsubstanzen abzufangen. Die Bronchien und die Lungen mit ihren feinen, hoch effizienten Filtersystemen unterstützen diese wichtige Abwehrfunktion.
Mit ca. 2 m² Oberfläche ist unsere Haut schon die kleinste Oberfläche, die wir im "Abwehrkampf" mit Eindringlingen und Erregern zur Verfügung haben, obwohl sie viel größer erscheint.
Nahrungsmittelallergie
Zumeist zeigen sich einige der folgenden Symptome nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel: es kann zu Kribbeln auf der Zunge, Kratzen im Hals kommen, ferner sind ggf. Bauchkrämpfe, Durchfall, Hautreaktionen und Kreislaufbeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock möglich. Ebenso sind Kreuzreaktionen möglich.
Kreuzreaktionen: Was passiert bei einer Kreuzreaktion? Eine z.B. vorhandene (Pollen)Allergie kann dazu führen, dass der Körper auf bestimmte ähnlich gebaute Eiweißstoffe in Nahrungsmitteln und/oder Pflanzen reagiert und es zu denselben Allergiesymptomen kommt, wie bei der ersten/ „richtigen“ Allergie. Oft werden kritische Nahrungsmittel nach dem Kochen, Erhitzen oder ausserhalb der eigentlichen (Pollen)-Allergiezeit gut vertragen. Im Zweifelsfall hilft nur vorsichtiges Ausprobieren.
Hier einige der wichtigsten möglichen Kreuzreaktionen:
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Allergie auf |
Kreuzreaktion |
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Frühblüher allgemein (Birke, Hasel, Erle, Buche, Weide) |
Kreuzreaktion der Pollen untereinander, sowie auf Äpfel, Birnen, Nüsse, Mandeln, Haselnuss, Pfirsiche, Kirschen, Sellerie, Karotten, rohe Kartoffeln und Tomaten |
| Apfel |
Birkenpollen, Karotte, Kartoffel |
| Pfirsich |
Aprikose, Banane, Guave, Pflaume |
| Pollen der Birke |
Apfel, Birne, Haselnuss, Kirsche, Pflaume |
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Pollen der Pappel |
Pollen der Weide |
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Gräser/Getreide |
Getreide (Roggen, Gerste, Weizen, Hafer), Kiwi, Soja, Erdnüsse, Erbsen, Tomaten, rohe Kartoffeln, Pfefferminze |
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Beifuß |
Gurke, Kamille, Kartoffel, Melone, Paprika, Pfeffer, Tomaten, Wermut, Löwenzahn und einige weitere Korbblütler |
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Flieder |
Esche, Ölbaum |
| Honig |
bei Verunreinigung durch Pollen |
| Karotte |
Ananas, Anis, Apfel, Avocado, Birke, Kartoffel, Roggenmehl, Sellerie, Weizenmehl |
| Knoblauch |
Spargel, Zwiebel |
| Sellerie |
Anis, Basilikum, Dill, Fenchel, Karotte, Majoran, Oregano, Thymian |
| Erbse |
Erdnuss, Fenchel, Guar, Johannisbrot, Kichererbse, Linse, Sojabohne, weisse Bohnen |
| Reis |
Gerstenmehl, Hafermehl, Maismehl, Roggenmehl, Weizenmehl, Roggenpollen |
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Latex |
Bananen, exotische Früchte, Tomate, Paprika, Birke, Beifußpollen, Ficus Benjamini- Birkenfeige, |
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Nickel |
Hülsenfrüchte, Meeresfrüchte, Kakao, Haferflocken, Innereien und Nüsse |
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Schimmelpilze |
Penicillin, |
| Milcheiweiß |
Stutenmilch, Ziegenmilch |
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Kuhmilch |
Soja |
| Ei |
Eigelb, Hühnereiweiß, Lysozym, Ovalbumin, |
| Dorsch |
Aal, Forelle, Lachs, Makrele, Thunfisch |
| Garnele |
Hummer, Krabbe, Tintenfisch, Krebs |
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Hausstaubmilben |
Krustentiere |
Welche allergischen Reaktionen auf Lebensmittel können vorkommen? (in alphabetischer Reihenfolge)
Apfel: Eine Reaktion auf Äpfel ist sehr häufig, da Kreuzreaktion bei Pollenallergie auf frühblühende Bäume leider oft vorkommen. Ggf. sind auch Hautreaktion (Gesicht, Mund und Armbeuge) bei Kontakt mit rohen Äpfeln möglich, Apfel-Allergene sind hitzelabil – d.h. gekocht und gebacken werden Äpfel meist gut vertragen. Ggf. kann man probieren, ob einheimische zumeist alte Apfelsorten die gut ausgereift sein sollten, ausserhalb der Pollenflugsaison auch roh vertragen werden. Leider reagiert die (Schleim)-Haut oft auch überempfindlich auf die Säure im Apfelsaft oder auch auf Apfelpektin in Gelierprodukten.
Banane: Kreuzreaktion bei Latex-Allergie möglich, deshalb gerade bei Babykost nur erhitzt zu empfehlen
Biogene Amine: (Histamin, Cadaverin, Tyramin, Serotonin) enstehen meist durch Reifung oder Räuchern (z.B.Käse, Wein, Fisch) oder sind von Natur aus vorhanden (z.B. in Bananen, Erdbeeren, Tomaten). Sie können Magen-Darm-Beschwerden auslösen, sowie Kopfschmerzen, Husten, Asthma und Herzrhythmusbeschwerden
Birne: Reaktionen auf Birne sind seltener, jedoch Kreuzreaktion möglich mit Frühblühern, Birne gekocht ist zumeist gut verträglich
Citrusfrüchte: Auf Citrusfrüchte sind recht häufig allergische Reaktion möglich, hierbei spielt meist der Säuregehalt die größere Rolle. Dieser wird von Allergikern durch den starken Geschmacksreiz (Säure) oft fälschlich als Stresssignal im Körper empfunden, was Hautreaktion hervorrufen kann.
Dinkel: bei Glutenunverträglichkeit oder Getreideallergie wird leider auch dieser „Urweizen“ oft nicht vertragen, bei reiner Weizenallergie ist aber Dinkel oft eine gute und verträgliche Alternative
Ei: Ist ein häufiges Allergen bei Kindern, das meist mit der Pubertät verschwindet. Ei-Allergene sind hitzestabil, daher auch gekocht nicht unproblematisch. Ei ist sogar in der Muttermilch nachweisbar. Da manche Impfstoffe auf Hühnerei-Grundlage gewonnen und bereitgestellt werden, empfiehlt es sich vor Impfungen den Arzt darauf anzusprechen.
Erdnüsse: Ein sehr starkes, hitzestabiles Allergen. Selbst winzigste Spuren können allergische Reaktionen hervorrufen. Kann als abgemilderte Kreuzreaktion auch bei einer Pollenallergie auf Frühblüher oder Gräser möglich sein. Erdnuss gehört zu den deklarationspflichtigen Substanzen wie auch Sellerie, Gluten, Weizen uva. es empfiehlt sich daher die Inhaltsangabe auf allen Packungen genau zu lesen.
Essig/Essigsäure: Säure kann (wie bei Citrusfrüchten) die Haut oder Schleimhaut reizen.
Fisch: Enthält hitzestabile Allergene, oft werden einzelne Fischsorten problemlos vertragen. Krusten- und Schalentiere lösen ebenfalls häufig heftige Allergien aus, zumeist reagiert Chitin aus den Schalen (daher sollte man auch bei diversen Schlankheitspräparaten die Chitin enthalten vorsichtig sein)
Gerste: Gibt speziell im Kindes-und Jugendalter bei Gräser/ Getreidepollenallergien eine häufige Kreuzreaktion
Gewürze und Kräuter: häufige Allergiereaktion bei stark gewürzten (exotischen) Speisen (oft auch Glutamatreaktion- Glutamat ist als Geschmacksverstärker in vielen Würzmitteln und Fertigprodukten enthalten). Häufigste Kreuzreaktion bei Beifußpollen-Allergie. Fast alle Gewürze können reagieren: Anis, Basilikum, Chili, Curry, Dill, Estragon, Fenchel, Ingwer, Kamille, Karotte, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Majoran, Muskat, Liebstöckel, Oregano, Paprika, Pfeffer, Pfefferminze, Sellerie, Thymian, Tomate, Zimt u.v.a.
Hafer: kann bei einer Gräser/Getreideallergie ebenfalls in seltenen Fällen reagieren
Histamin: siehe auch unter biogene Amine Histaminintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit gegen die Substanz Histamin, zumeist bedingt durch einen Enzymdefekt- wodurch das Verdauungsenzym Diaminoxidase fehlt. Histamin läßt sich als biogenes Amin in fast allen Lebensmitteln in unterschiedlicher Konzentration finden. Besonders histaminhaltig sind Rotwein, Schokolade, lange gereifte Käsesorten, Tomaten, Paprika, Schinken, Salami, Räucherfisch und einige Fischkonserven, aber auch Bananen und Erdbeeren sowie einige Hefe- und Gebäcksorten. Eine Ernährungsumstellung ist oft notwendig, ggf. können Enzympräparate und die Darmschleimhaut abdichtende Mittel hilfreich sein. Eine gründliche Diagnostik ist zu empfehlen.
Kiwi: Kreuzreaktion auf Frühblüher oder Latex, z.T. sind heftige Reaktionen möglich (unmittelbar nach dem Verzehr möglich)
Kuhmilch: Zumeist die Reaktion auf das Milcheiweiß. Eine der häufigsten Allergie im Säuglings- und Kindesalter und oft mit einer Sojaunverträglichkeit gekoppelt. Häufig bei Neurodermitiskindern zu finden, oft parallel mit einer Weizenallergie. Kuhmilch enthält 25 verschiedene allergene Proteine, von denen 5 eine bedeutende Rolle spielen. Casein und Beta-Lactoglobulin sind unverändert auch in der Muttermilch nachweisbar, weshalb leider Sensibilisierungen und Hautreaktionen auch beim vollgestillten Säugling möglich sind. Bei einer Caseinallergie kann nicht auf die Milch anderer Tierarten (wie Ziege, Schaf) ausgewichen werden. Eine Allergie auf das Beta-Laktoglobulin kann auch zur Unverträglichkeit von Rindfleisch führen. Manche Allergiker können geringe Mengen an Milchprodukten problemlos essen (Butter, Sahne).
Laktose: Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) ist keine Allergie, sondern eine Stoffwechselstörung, die bedingt durch Laktasemangel im Darm verursacht wird. Sie kann bei Betroffenen Durchfälle, Blähungen, Unwohlsein verursachen. Ggf. muß eine lactosefreie Ernährung durchgehalten werden. Vorsicht dann auch bei Homöopathischen Mitteln und Globuli, die Milchzucker enthalten können. Evtl. können Lactase-Präparate zum Einnehmen hilfreich sein, zum Ausgleich des Enzymmangels.
Mandeln: Mandeln haben ein seltenes aber hitzestabiles Allergen,eine Kreuzreaktion auf frühblühende Bäume ist evtl. möglich
Nüsse: Reaktionen gibt es sehr oft auf Haselnüsse (auch als Kreuzreaktion auf Haselpollen), Erdnüsse, Walnüsse, Paranüsse, selten auf Mandeln und Kokosnuß. Das Nussallergen ist hitzestabil und löst schon in kleinsten Spuren allergische Reaktion aus
Pfirsich, Pflaume: bei Rohverzehr Kreuzreaktion auf Frühblüher möglich, gekocht oder gebacken zumeist unproblematisch
Soja: Als Kreuzallergen leider häufig bei Kuhmilch- und/oder Gräser-/Getreideallergie zu finden. Oft wird gerade bei Kuhmilchallergie die Sojamilch als Ersatz empfohlen, dies sollte aber nur nach vorheriger Testung erfolgen. In vielen Lebensmitteln sind Sojaprodukte enthalten und die Deklarationspflicht ist leider immer noch nicht ausreichend. Eine Sojaallergie kann auch in Verbindung mit Unverträglichkeiten weiterer Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen und auch bei Kakao auftreten.
Weizen: Weizen als Müsli oder Mehlprodukt verursacht bei Getreidepollenallergie häufig Probleme. Weizen ist als Trägerstoff in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Eine ausführliche Beratung ist hier unumgänglich. Die Zöliakie/Sprue ist keine Allergie, sondern eine Darmerkrankung, die durch das Gluten im Getreide verursacht wird und bedarf einer vollkommenen Karenz aller Getreideprodukte. Lassen Sie sich hierzu unbedingt von einem Heilpraktiker, Arzt oder Ernährungsberater genau informieren und lesen dann bitte auch die Inhaltsangaben auf allen Lebensmitteln und Produkten.
Zusatzstoffe: Bislang noch selten in frischen Lebensmitteln zu finden. Zusatzstoffe können bei Unverträglichkeit nur durch den Verzicht auf Fertigprodukte vermieden werden. Recht auffällig reagiert zumeist Glutamat, das heute als "Geschmacksverstärker" in fast allen Fertigprodukten und vielen Fertiggewürzen zu finden ist. Daher bitte immer die Deklaration/Kennzeichnung auf den Packungen genau lesen. Wenn das noch nicht ausreicht auch in weiteren Datenbanken und Büchern nachschauen. Es müssen leider immer noch nicht alle Inhaltsstoffe angegeben werden.
Nachsatz/Merksatz: Lassen Sie sich nicht den Genuss am Essen verderben! Essen ist mehr als nur pure Nahrungsaufnahme, es ist Kultur, Lebensfreude, Genuss, Geselligkeit.
Es gibt keine allgemeingültige antiallergische Diät! Man kann, wenn man Pech hat, auf jedes Nahrungsmittel allergisch reagieren, man muss es aber nicht. Jeder muss individuell ausprobieren, was ihm in welcher Menge und Zubereitungsform bekommt. Eine Allergie/ Unverträglichkeit ist nicht lebenslänglich gleich stark ausgeprägt, sondern kann sich nach 1-2 Jahren wieder reduzieren, so dass man kleine Mengen wieder problemlos essen kann. Eine Allergie ist auch immer ein Stück weit ein seelisches Problem - "sich vielleicht etwas nicht gönnen mögen, nicht nein sagen mögen, etwas nicht verdauen können, seine ganz natürlichen Aggressionen nicht zeigen mögen" usw. Nutzen Sie wenn Sie an einer Allergie leiden auch die Möglichkeiten einer individuellen Ernährungsberatung, die viele Heilpraktiker, Ernährungsberater, Krankenkassen, Fachkliniken, Gesundheitsberater und Therapeuten anbieten! Aber fragen Sie auch gründlich nach wenn Sie Einkaufen gehen und lesen Sie die Produktangaben - auch und besonders genau das Kleingedruckte.
Kaufen Sie möglichst Frischwaren und bereiten diese selber zu, dann wissen Sie genau was drin ist, da Sie es selber rein getan haben. Auch ist der Nährwert bei frischer Zubereitung immer noch am größten. Kochen - ob allein oder gemeinsam mit Familie oder Freunden kann schließlich auch eine nette Freizeitbeschäftigung sein und ist gesünder und besser verdaulich als jedes Fernsehprogramm. Essen ist schließlich Kultur, Lebensfreude und Genuß und nicht nur reine Nahrungsaufnahme.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude beim Essen und Genießen! Ihre Martina Coldewey
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Allergische Rhinitis - Heuschnupfen oder auch Pollinosis genannt
Beginnt zumeist mit folgenden Symptomen: Niesreiz, laufende Nase, tränende Augen, Bindehautentzündung, geschwollene Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, weitere allergische Reaktionen durch Kreuzreaktionen auf Lebensmittel sind möglich.
Die allergische Rhinitis wird überwiegend durch Pollen verursacht, saisonal unterschiedlich durch Blüten-/Baumpollen, Gräser oder auch ganzjährig durch Schimmelpilze, Tierhaare, Hausstaubmilben, weitere Allergene (Mehl, Holz, Stäube, Metalle, Lösungsmittel, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe,Baustoffe, Waschmittel, Impf– bzw. Impfträgerstoffe, Medikamente usw.,)
Betroffen sind davon ca: 5-10 % der Bevölkerung, mit leider steigender Tendenz,
Der Heuschnupfen kann den Menschen in jedem Alter betreffen. Gefürchtet ist der Etagenwechsel zu einem möglichen Asthma oder zur Neurodermitis mögliche Alternativbehandlungsansätze durch Heilpraktiker, Allergologen, Homöopathen und naturheilkundlich arbeitende Therapeuten:
- NAET - Nambudripad's Allergy Elimination Techniques (Allergie-Löschungstherapie nach Frau Dr. Devi S. Nambudripad)
- Eigenblutbehandlungen
- Bioresonanzbehandlung, zur Austestung der Allergene und zur Desensibilisierung
- Homöopathische Behandlung, auch in Form von Körper-substanzverdünnungen zur ganzheitlichen Umstimmung
- naturheilkundliche Heu-schnupfenmittel, z.B. von Spenglersan, Kattwiga, DHU, Dr. Loges, Nestmann, Heel, Iso, uvm.
- Schüsslersalze, je nach Indikation und Abklärung mit dem Therapeuten
- Meerwasser-Nasenspray oder Nasenduschen verwenden zum Abschwellen der Nasenschleimhäute
- Pilztherapien, mit Vitalpilzen
- Phytotherapeutische und spagyrische Behandlungen
- Entspannungsübungen
Klassische Behandlungsansätze: zumeist durch den Hausarzt, Allergologen, Hautarzt, mit:
- Allergietabletten,(Antiallergikum/ Antihistaminika)
- Augentropfen und Nasenspray,
- in schweren Fällen Cortison (Zäpfchen, Spritzen) und sonstige Glukokortikoide
- Hyposensibilisierung: das betreffende ermittelte Allergen wird dem Körper schrittweise in verdünnter Form (als Spritze oder Tropfen für Kinder und empfindliche Personen) zugeführt, bis sich der Körper daran gewöhnt und nicht mehr überschiessend darauf reagiert.
Was kann man selber vorbeugend bzw. unterstützend tun:
- Allergenkarenz halten, speziell während der Nacht – d.h. die Kleidung vor dem Schlafzimmer ausziehen, abends Haare waschen und duschen, ggf. Pollen-schutzgitter am Fenster, gezieltes Lüften in allergenarmen Stunden (in den Städten soll die Pollen-konzentration in den Abendstunden am höchsten sein- auf dem Land am frühren morgen), dies bei den Lüftungszeiten beachten.
- Urlaubsplanung so ausrichten, das man zur Zeit des höchsten Pollenfluges/ bzw. der Pollen auf die man am heftigsten reagiert seinen Heimatort verlässt und in einer anderen Klimazone (z.B. am Meer oder im Gebirge) Erholung sucht
- Sport im Freien während der Zeit des höchsten Pollenfluges vermeiden
- Beim Autofahren sollten die Fenster geschlossen bleiben, ggf. ist der Einbau eines Pollenschutzfilters zu empfehlen.
- Waschbares Bettzeug, milbendichte Matratzenbezüge oder milbenfreie Materialien
Allergien auf Wohngifte, Baustoffe, chemische Substanzen, Umweltstoffe, Hausstaubmilben und Schimmelpilze,
Heute haben sich die Begriffe "Sick Building Syndrome" (Sick-Krank und Building-Bauwerk und Syndrome-Symptom/Erkrankung) sowie "Multiple Chemical Sensitivity" (Multiple-mehrere und Chemical-chemische und Senitivitiy-Sensibilität) auch bei uns im Sprachgebrauch bereits eingebürgert. Bei den Belastungen durch Baustoffe und Wohngifte liegt/lag das PCP - Pentachlorphenol - das zu den chlorierten Kohlenwasserstoffen gehört- vermutlich gemeinsam mit dem Formaldehyd lange Zeit vorne. PCP ist ein färbe- und geruchloses schädlingsbekämpfendes Mittel zum Beispiel für Holz und Leder, das seit 1989 in Deutschland zwar verboten ist, das aber bis dahin als Inhaltsstoff von Holzschutzmitteln in fast allen Haushalten verwendet wurde und somit in vielen Haushalten immer noch zu finden ist. PCP wird über die Haut, die Atmung und auch über die Nahrung aufgenommen. Es können Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Augenprobleme bis hin zu neurologischen Störungen auftreten.
Formaldehyd (auch Methanal und Qxymethan gehören dazu) wurde lange Jahre in der Möbelindustrie bei der Herstellung von Spanplatten und Sperrholz verwandt, ebenso aber auch für die Herstellung von anderen Lacken, Klebemitteln, Kunststoffen, Farben und Textilien, als Desinfektionsmittel in Kliniken und Labors, sowie zur Konservierung von Kosmetika und Salben. Formaldehyd wird über die Atemluft aufgenommen und reizt die Schleimhäute, mit der Folge möglicher Bindehautentzündungen und Belastungen der Atemwege, bis hin zum Asthma, aber auch zu Störungen des zentralen Nervensystems. In vielen Häusern und Wohnungen stehen noch Möbel oder Bauteile aus der Zeit in der Formaldehyd und PCP verwendet wurden, so sind auch heute noch Belastungen durch Formaldehyd oder andere Formen von Lösungsmitteln möglich. Heute gibt es formaldehydfreie Spanplatten, aber es empfiehlt sich genau zu schauen wo die Werkstoffe herkommen, noch nicht alle Länder haben ausreichend genaue Kontrollen.
Zu den weiteren belastenden Substanzen sind die PCB - die polychlorierten Biphenyle zu zählen. Verwendet wurden sie als Flammschutz, Schmiermittel, FlammschutzWeichmacher, beim Drucken, für Klebstoffe, Dichtungsmassen, Trafos und Leuchtstofflampen. Auch sie sind seit 1989 in Deutschland verboten. In den Körper gelangen sie über die Nahrung aus dem Boden und dem Grundwasser, insbesondere über Obst, Gemüse, Fisch und Milch. Nach neuesten Untersuchungen nimmt die PCB-Belastung durch die Nahrung aber wieder ab.
Bleiben noch die Reaktionen auf die chemischen Stoffe die wir auch heute immer noch in Form von Konservierungsmitteln in der Nahrung, in Kosmetika, Haushaltsreinigern, Farben, Lacken, Rußpartikeln, Schimmelpilzen und vielen anderen Produkten täglich verwenden, einatmen oder gar essen.
Wir sollten auch vorsichtig sein wenn die Textilien, Waschmittel, Kosmetika, Haushaltsartikel mit antibakteriellen Substanzen versetzt werden, wir verlieren damit auch ein Stück unseres gesunden Immuntrainings, das unser Körper braucht um fit zu bleiben. Wir sollten ihm diese "Arbeit" nicht abnehmen, es könnte sonst zu ähnlichen Effekten kommen wie bei der zunehmenden Antibiotikarestistenz einiger Erreger, die sich dann genau in der Form an die Abwehr gewöhnen wie unser Körper sie verlernt.
Hausstaubmilbenallergien, hier besteht die Allergie auf den Kot und die Ausscheidungen der Milbe. Milben gehören zu den Spinnentieren. Die Hauptverursacher bei uns sind die Milbenarten Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae Es sind Kreuzallergien durch das im Milbenkot enthaltene Eiweiß Tropomyosin auf einige Meerestiere, zumeist Krustentiere und Schnecken möglich.
Schimmelpilzallergien sollten auch ärztlich abgeprüft werden und möglichst exakt diagnostiziert werden, da auch viele Antibiotika auf Schimmelpilzbasis hergestellt werden, wie z.B. Penicillin. Dieses sollte dann auch zur Vermeidung von ggf. starken allergischen Reaktionen allen Behandlern mitgeteilt werden. Bei Schimmelpilzallergien sollte immer auch das Wohnumfeld genau untersucht werden, ob es dort versteckten Schimmelpilzbefall gibt, der zu einer Dauerreizung des Immunsystems führen kann
Wir können uns diesen Belastungen nicht ganz und gar entziehen. Wir können uns aber die Produktdeklarationen genau anschauen und wenn diese so klein geschrieben sind, dass wir sie nicht lesen können, sollten wir die Finger davon lassen. Ebenso sollten wir, wenn wir vor lauter E-Nummern und Fremdworten nicht wissen was drin ist, nachfragen, nachlesen oder auf harmlosere Produkte umschwenken.
Je mehr wir uns vor der Nutzung der Produkte informieren, desto weniger kann man uns ein x für ein y vormachen.
Ich bitte um Verständnis, wenn noch nicht alle Bereiche des großen Themas Allergie wie Kontaktallergien-z.B. auf Nickel, Berufs-allergien - speziell Bäcker, Friseure, Gärtner, etc. hier behandelt worden sind. Aber die Seiten werden weiterhin vervollständigt und für Fragen stehe ich ansonsten auch gerne per email unter info@allergie-therapien.de oder per Telefon unter 06341 / 929477 zur Verfügung.
Bis dahin wünsche ich allen gute Gesundheit und ein allergiefreies und genußvolles Leben.
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